Herzpatienten sind oft verunsichert: Was ist, wenn ihr Herz plötzlich versagt? Wer bereits ein Herzversagen erlebt hat, hat umso größere Angst. Hilfe verspricht ein Überwachungssystem, das auf GPS-Ortung basiert.
Von Maja Verfondern
Herzpatienten leben häufig in der Angst, dass ihr Herz plötzlich versagt und sie nicht rechtzeitig Hilfe erhalten. Um dies zu verhindern, hat das Ramstedter Unternehmen Northtronic Protect Systems spezielle Geräte entwickelt, welche die medizinischen Daten des Patienten an ein Notruf-Service-Center oder an einen Arzt übertragen. Durch ein integriertes GPS-Ortungssystem (Global Positioning System) können die Betroffenen im Notfall schnell aufgefunden werden.
Der Patient wird engmaschig überwacht. Täglich werden medizinische Daten, wie Herzfrequenz, Blutdruck und Gewicht gemessen und an die Northtronics Not- und Serviceleitstelle gesendet. Bei einer Über- oder Unterschreitung der Werte oder bedenklichen Situationen wird der Patient telefonisch informiert.
Bei gesundheitlichen Beschwerden kann der Patient mit Hilfe von Endgeräten, wie einem speziellen Ortungsgerät oder einer Monitoring-Karte, ein EKG aufzeichnen und dem Notruf-Service-Center bzw. einem Arzt zusenden. Gleichzeitig kann der Patient über eine Sprachverbindung seine Beschwerden schildern. Die Daten werden ausgewertet und im Notfall der Standort des Anrufers ermittelt.
Vom Satelliten-Navigations-System GPS können auch Chronisch-Kranke (z. B. Diabetiker), Demenz-Patienten, Senioren, Outdoor-Sportler, Kinder oder Mobilitätsbehinderte profitieren. Die Software informiert automatisch die nächst gelegene Rettungsleitstelle, so dass keine wertvolle Zeit verloren geht.
Für niedergelassene Ärzte ermöglicht die Telemedizin das Überwachen von chronisch-kranken Patienten, ohne ständige Hausbesuche oder Vorbeikommen des Patienten. Zudem erlaubt sie alten oder kranken Menschen, länger in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben.
Quelle: Northtronics® Protect Systems (www.protect-systems.org)