Der Anteil der Deutschen, die ihre Bankgeschäfte im Internet abwickeln, wächst stetig. Dennoch haben noch immer viele Bürger Bedenken in punkto Sicherheit. Digitale Signaturkarten tragen dazu bei, das Online-Banking sicherer zu machen.
Von Katja Chalupka
Rund 38 Prozent aller Bundesbürger im Alter von 16 bis 74 Jahren nutzen das Online-Banking, so das Ergebnis einer Studie des Branchenverbands BITKOM aus dem vergangenen Jahr. Sechs Jahre zuvor waren es lediglich 21 Prozent (13 Millionen Nutzer). Im europäischen Vergleich schafft es Deutschland damit knapp in die Top 10.
Alle wichtigen Finanztransaktionen sind heute mit Online-Banking möglich: von der Anzeige des aktuellen Kontostandes bis hin zum Handel mit Wertpapieren. Im Gegensatz zum Bankschalter ist die "Bankfiliale Schreibtisch" an sieben Tagen pro Woche rund um die Uhr geöffnet - ein Vorteil, der gerade für Ärztinnen und Ärzte eine wichtige Rolle spielt. "Im Internet hat die Bank stets geöffnet, es gibt keine Wartezeiten und in vielen Fällen sind Ansprechpartner per Telefon auch in den Abendstunden oder am Wochenende erreichbar", fasst BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer die Vorzüge des Online-Bankings zusammen. Außerdem sei es in der Regel preiswerter.
Trotz des anhaltenden Trends zum Online-Banking sind die Vorbehalte gegenüber dieser Form des Zahlungsverkehrs nach wie vor groß. Denn mit der Abwicklung von Bankgeschäften übers Internet sind verschiedene Gefahren und Risiken verbunden, etwa das Mitlesen oder Verändern von Daten, die Verbreitung von Computerviren oder Angriffe von Hackern. Kreditinstitute, die Online-Banking anbieten, haben daher eine Reihe von Sicherheitsmaßnahmen getroffen, um die übermittelten Daten vor Fremdzugriffen und Manipulation zu schützen.
So nutzt zum Beispiel die Deutsche Apotheker- und Ärztebank das bewährte PIN/iTAN-Verfahren, um jede einzelne Transaktion abzusichern und zu autorisieren. Zudem wird die Kommunikation verschlüsselt, die zwischen dem Rechner des Kunden und den Systemen der Bank mit einem so genannten Zertifikat aufgebaut wird.
Parallel zum iTAN-Verfahren ist bei der apoBank das eTAN-Verfahren nutzbar. Dabei erzeugen die Bankkunden mit Hilfe der "medisignCard", einer personenbezogenen elektronischen Signaturkarte, und eines eTAN-Generators ihre Transaktionsnummern selbst - so oft und wann sie wollen. Die herkömmlichen Papierlisten entfallen.
Nach dem Motto "alles auf eine Karte" lässt sich die medisignCard auch für die Online-Abrechnung mit verschiedenen KZVen gemäß ZOD-Standard einsetzen. Außerdem dient sie dazu, das Abrechnungsportal PAD dialog der Privatärztlichen Verrechnungsstellen abzusichern.
Online-Banking, elektronische Steuererklärung, eGovernment-Anwendungen - elektronische Kommunikation und Transaktionen lösen bislang papiergebundene Prozesse zusehends ab. Dabei spielt der Einsatz digitaler Signaturkarten eine zunehmend wichtige Rolle. Denn nur die mit einer Signaturkarte erzeugte elektronische Unterschrift sorgt dafür, dass die "unterschriebene Online-Kommunikation" vollständig rechtswirksam ist.
Weitere Informationen zu den Einsatzmöglichkeiten von Signaturkarten für Heilberufler: www.medisign.de
Durch Sicherheitsmaßnahmen seitens der Banken lassen sich Manipulationen am Rechner des Bankkunden nicht vollständig verhindern. Jeder Online-Banker muss deshalb seinerseits geeignete Sicherheitsvorkehrungen treffen: