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Weihnachten 2009: Cyberbanden in den Startlöchern

Gerade in der hektischen Vorweihnachtszeit wissen viele Käufer die Vorzüge des Onlinehandels zu schätzen. Einer aktuellen Studie des Branchenverbands BITKOM zufolge, beabsichtigen in diesem Jahr allein in Deutschland mehr als 14 Millionen Menschen ihre Weihnachtseinkäufe online zu erledigen. Von diesem Trend werden auch Weihnachten 2009 Cyberkriminelle versuchen zu profitieren und ihrerseits wieder verstärkt Jagd auf Benutzerdaten, Kreditkarteninformationen oder PayPal-Accounts machen. Das Software-Unternehmen G Data warnt daher vor einer Zunahme von Phishing- und Abzocker-Kampagnen in der Vorweihnachtszeit.

Die häufigste Masche, um an die Daten der Nutzer zu gelangen, sei der Versand von Phishing E-Mails, die in ihrem Design sehr häufig an das großer, seriöser Unternehmen angepasst sind oder dieses sogar komplett kopieren. Waren Phishing E-Mails in der Vergangenheit häufig sofort durch eklatante Rechtschreibfehler oder fehlende Umlaute zu entlarven, sind sie heute in Form und Sprache oft tadellos und somit nicht mehr auf den ersten Blick zu erkennen. Renommierte Banken, Versandservices mit Packstationen und Computerspielehersteller sind dabei sehr beliebte Vorlagen für diese E-Mails.

 Beliebte Maschen

  • Mit fingierten Rechnungen oder Zahlungsaufforderungen versuchen die Kriminellen, potentielle Opfer auf gefälschte Webseiten zu locken und diese so zur Eingabe ihrer Zugangsdaten zu verleiten
  • Infizierte Dateianhänge, die vorgeblich der Zahlungsbearbeitung dienen

Das Software-Haus rät allen Empfängern, auf derartige E-Mails weder zu antworten, denn dadurch verifizieren sie ihre E-Mail-Adresse für kommende Attacken, noch die Dateianhänge zu öffnen. Im letzteren Fall wird der PC mit Schadcode infiziert, der alle Zugangsdaten des Anwenders an die Täter weiterleitet.

Besonders lukrativ ist für Onlinekriminelle der Verkauf von Kreditkarteninformationen, Onlinebanking- und Treuhandservice-Accounts, wie z. B. PayPal. Die Ziele der Cyberkriminellen sind daher vor allem die Passwörter und Zugangsdaten zu Benutzerkonten, wie Onlinebanking, Bezahldiensten, Handelsplattformen, sozialen Netzwerken und Onlinespielen.

Tipps für mehr Sicherheit beim Online-Shopping:

1. Benutzen Sie eine aktuelle Antivirenlösung, Firewall und einen HTTP-Filter.

2. Halten Sie Sicherheitssoftware, das Betriebssystem und andere Software auf dem aktuellsten Stand.

3. Seien Sie misstrauisch bei E-Mails von fremden Absendern - klicken Sie keine Links an und laden oder öffnen Sie keine angehängten Dateien.

4. Geben Sie Adressen von Webseiten mit Benutzeranmeldung manuell ein oder benutzen Sie die Lesezeichenfunktion Ihres Browsers.

5. Achten Sie auf die Sicherheitsmerkmale im Browserfenster, wenn Sie online einkaufen - hier sind wichtig: Das Vorhängeschloss im Browser, die Abkürzung "https" vor der eingegebenen Adresse, die grün hinterlegte Adresszeile in vielen modernen Browsern und die Anzeige der richtigen Top-Level Domain.

6. Kontrollieren Sie, ob der Shop Ihrer Wahl über AGBs, Impressum und übersichtliche Kostenaufstellungen verfügt (z. B. Versandkosten und evtl. Zusatzkosten)

Quelle: G Data

Weitere Informationen über gesicherte Internetzugänge und Mailkonten speziell für Heilberufler finden Sie hier

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