Der Branchenverband BITKOM und das Bundeskriminalamt (BKA) haben in Berlin vor immer professionelleren Betrugsmethoden im Internet gewarnt. "Mehr denn je müssen sich PC-Nutzer auf dem Laufenden halten, wie sie sich vor Kriminellen schützen können", sagte Prof. Dieter Kempf, BITKOM-Präsidiumsmitglied und Vorstandsvorsitzender des Vereins "Deutschland sicher im Netz".
Der BITKOM und das BKA haben dazu gemeinsam die wichtigsten Empfehlungen zur Vorbeugung zusammengestellt. BKA-Präsident Jörg Ziercke erklärte bei der Gelegenheit: "Internet-User müssen wissen, dass die Straftäter von heute das Internet zunehmend als Tatmittel nutzen und sich dabei den oftmals sorglosen Umgang mit persönlichen Daten sowie die Möglichkeiten moderner Schadsoftware zunutze machen."
Viren und andere Schadprogramme sind die häufigste Erfahrung mit Kriminalität im Internet. "Schadprogramme beeinträchtigen nicht nur die Funktion von PCs, sondern werden zunehmend zur Ausspähung digitaler Identitäten eingesetzt", kommentiert BKA-Präsident Ziercke. Verstärktes Ziel von Betrügern sind hierbei mittlerweile Zugangsdaten zu Internet-Shops und Auktionshäusern, sozialen Netzwerken, Foren und E-Mail-Konten.
Beim Online-Banking steigt die Zahl der Betrugsfälle 2009 wieder an - nach einem deutlichen Rückgang im Vorjahr. Der BITKOM rechnet auf Basis von Daten der Landeskriminalämter mit bis zu 2.900 angezeigten Phishing-Fällen in diesem Jahr - ein Plus von rund 50 Prozent. Im ersten Halbjahr 2009 lag der durchschnittliche Schaden der gemeldeten Einzelfälle bei rund 4.800 Euro. Den zeitweiligen Rückgang im Jahr 2008 führen BKA und BITKOM auf bessere Schutzmethoden zurück, vor allem durch die fast flächendeckende Einführung der iTAN bei Online-Überweisungen. Inzwischen ist jedoch Schadsoftware verfügbar, die auch diesen Sicherungsmechanismus erfolgreich angreift. "Allein die Eingabe der Geheimzahlen bei Überweisungen reicht zur Vorbeugung nicht", so BITKOM-Präsidiumsmitglied Kempf. "Gesundes Misstrauen und eine aktuelle Sicherheitsausstattung des PCs sind genauso wichtig."
"Es gibt kaum noch Kriminalitätsbereiche, in denen Betrüger auf das Internet verzichten", erklärte BKA-Präsident Jörg Ziercke. Ziercke: "Die im Bereich des Cybercrime aktiven Täter sind höchst innovativ und passen sich veränderten Gegebenheiten sehr schnell an." Illegal erlangte Kreditkartendaten werden genutzt, um online Waren zu kaufen. Ausgespähte Zugangsdaten zu Internet-Auktionshäusern werden verwendet, um angebliche Auktionen zu starten und Kunden um ihr Geld zu prellen.
BKA und BITKOM wollen auch künftig bei der Aufklärung der Nutzer kooperieren. Eine Umfrage des BITKOM hat gezeigt, dass es noch großen Nachholbedarf gibt. So nutzt zum Beispiel nur jeder zweite Internet-User eine Firewall, die Schadsoftware blockieren kann. Kempf: "Wer sich selbst schützt, trägt auch dazu bei, dass Viren und Trojaner nicht weiter verbreitet werden."
Die DGN Service GmbH unterstützt Sie als Heilberufler dabei. Das von ihr betriebene Intranet DGN - eine eigene, vom Internet unabhängige Netzwerkplattform - schützt Sie mit modernen Netzkonzepten und Firewall-Systemen vor feindlichen Angriffen aus dem Internet . Die vertrauliche Online-Kommunikation kann auf diesen Plattformen abgewickelt werden und ist gegen Zugriffe von außen abgeschirmt.
Weitere Informationen sowie Empfehlungen für Internetnutzer zum sicheren Surfen finden Sie auch auf der BKA-Homepage unter www.bka.de.
Quelle: www.bka.de