Wer den Datenaustausch mit seiner Kassenärztlichen Vereinigung sicher und effizient gestalten will, ist mit KV-SafeNet gut beraten. Niedergelassene können ohne Risiko Abrechnungen versenden oder Einblick in Arzneimitteldaten erhalten. Jetzt ist es möglich, die Vernetzung auch über einen bereits existierenden Internetzugang herzustellen.
Mit KV-SafeNet bieten die KVen den niedergelassenen Ärzten eine technische Infrastruktur an, die strengsten Sicherheitsanforderungen genügt und Vertraulichkeit aller Daten garantiert. Anwendungen, die sich mit KV-SafeNet nutzen lassen, sind zum Beispiel die Online-KV-Abrechnung, der elektronische Arztbrief, die elektronische Übermittlung von DMP-Dokumentationen (eDMP), ein Praxisbenchmarking, oder die Abrechnung mit D- und H-Ärzten nach dem DALE-UV-Verfahren. Nur zertifizierte Provider wie die DGN Service GmbH - eine 100-prozentige Tochter der Deutschen Apotheker- und Ärztebank - sind berechtigt, KV-SafeNet-Anschlüsse einzurichten.
Jetzt hat das Düsseldorfer Unternehmen eine Möglichkeit entwickelt, das KV-SafeNet über eine bereits vorhandene Internetverbindung zu erreichen. In vielen Praxen wurden nämlich Verträge über kombinierte Telefon- und Internetnutzung abgeschlossen mit einer mehrjährigen Laufzeit. Diese oder andere Verträge, gleich ob über Kabel-, DSL- oder sonstige Zugänge, können nun bestehen bleiben. Über den vorhandenen Anschluss an das Internet wird eine sichere Anbindung an die KV eingerichtet. Der Vorteil für den Arzt: Er erhält Zugriff auf alle Funktionen der KV-Vernetzungslösung, ohne den Netzbetreiber wechseln zu müssen.
Ein KV-SafeNet-Router wird dem vorhandenen Internet-Modem oder -Router ergänzend zugeschaltet. Damit ist die Verbindung zu einem hochsicheren Virtuellen Privaten Netz (VPN) hergestellt. Die VPN-Verbindung nutzt als Transportstrecke das Internet. Verschlüsselte Daten werden auf die Reise zur KV geschickt und dort von einem sogenannten Konzentrator entschlüsselt. Für den Datenaustausch zwischen Praxis und KV ist somit die Vertraulichkeit gewährleistet. Anders sieht es mit der Nutzung des Internetzugangs aus, etwa für die E-Mail-Anwendung oder Netzrecherche. Hier ist das Sicherheitsniveau des Internets ausschlaggebend. Viren- oder Hackerschutz besteht nur insoweit, als der Praxisinhaber die empfohlenen Sicherheitsvorkehrungen getroffen hat.
Das neue KV-SafeNet-Angebot über einen bereits vorhanden Internetzugang lässt sich auf verschiedene Weise einrichten, angepasst an die Bedürfnisse seiner Nutzer.
Aus Sicherheitsgründen lief der Internetanschluss bisher nur über einen separaten Rechner, beispielsweise den Arzt-Laptop. Das Praxisnetz mit Patienten- oder Abrechnungsdaten hatte keinen Zugang zum Internet. Jetzt könnten die Praxisrechner über KV-SafeNet mit der KV vernetzt werden. Dabei wird die vorhandene Internetstrecke genutzt. Die Internetnutzung über die Praxisrechner ist standardmäßig unterbunden. Werden geeignete Sicherheitsmaßnahmen getroffen gemäß den Empfehlungen von KBV und BÄK, die das Praxis-Netzwerk gegen Angriffe aus dem Web schützen, könnten auch die Praxisrechner optional Zugang zum Internet erhalten.
Das Praxisnetz ist bereits online und mit Sicherheitssoftware gemäß BÄK- und KBV-Empfehlungen ausreichend geschützt. KV-SafeNet wird zusätzlich eingerichtet und bindet die Praxissoftware an die Kommunikationssoftware der KV an. Der dgnservice-Router wird so konfiguriert, dass außerdem die Internetnutzung ohne Einschränkung weiterläuft wie bisher.
Wer mit seiner Praxis bisher noch nicht online war, kann seinen Anschluss an die KV-Plattform mit einem leistungsstarken DSL-Internet-Zugang und den berufsspezifischen Diensten des Deutschen Gesundheitsnetzes verbinden. Die Praxisrechner erhalten dann eine eigene Datenleitung an das DGN-Intranet (www.dgn.de). Die Internet-Nutzung erfolgt aus dem Intranet heraus in einer hochsicheren Umgebung, die Angriffe auf die Praxissoftware zuverlässig blockiert.
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