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DALE-UV: Elektronische Berichts- und Abrechnungsvorgänge sind effizienter

Seit 2007 rechnen die gesetzlichen Unfallversicherungsträger mit ihren Leistungserbringern nur noch elektronisch ab. Die wichtigsten Vorteile für D- und H-Ärzte: kürzere Bearbeitungszeiten und schnellere Vergütung.

Bürokratie-Abbau und Effizienzsteigerung - das waren die übergeordneten Ziele der gesetzlichen Unfallversicherungsträger bei der Einführung von DALE-UV vor einigen Jahren. Die Abkürzung steht dabei für "Online-Datenaustausch mit Leistungserbringern in der gesetzlichen Unfallversicherung". Um Kosten zu reduzieren und Arbeitsabläufe zu beschleunigen, wurde Anfang 2007 das Berichts- und Abrechnungssystem von D- und H-Ärzten mit den Unfallversicherungsträgern auf einen elektronischen Übermittlungsweg umgestellt.

D- und H-Ärzte profitieren von DALE-UV in folgenden Punkten:

  • kürzere Bearbeitungszeiten durch einfache elektronische Übermittlung aller wesentlichen Berichte und Vordrucke
  • Wegfall der Berichtskopien an die Krankenversicherungen und weiterbehandelnden Ärzte
  • Wegfall der Formularbeschaffung; elektronische Formulare sind immer automatisch auf dem neuesten Stand
  • Weniger Fehler bei der Übermittlung; schnellere Fehlerkorrektur durch elektronische Prüfung
  • Schnellere Vergütung der erbrachten Leistungen

 

Technische Voraussetzungen

Um am DALE-UV-Verfahren teilnehmen zu können, benötigen D- und H-Ärzte neben ihrer üblichen Hard- und Software-Ausstattung zusätzliche Sicherheitskomponenten. Denn die Übertragung von Berichten und Rechnungen erfolgt aus Datenschutzgründen verschlüsselt. Derzeit gibt es drei Verfahren, die den hierzu benötigten Sicherheitsstandards entsprechen und zwischen denen die Teilnehmer je nach verwendeter Praxis-Software wählen können:

  • D2D (Doctor-to-Doctor-Verfahren, über KV-SafeNet realisierbar)
  • VCS (VDAP Communication Standard; Kommunikation basiert auf E-Mails)
  • FTP-S (ausschließlich für die Abrechnungszentren bestimmt)

 

D2D via KV-SafeNet

Beim D2D-Verfahren, einer Client-Server-Technologie, erfolgt der Datenaustausch zwischen Praxiscomputer und der zentralen Datenannahmestelle der Unfallversicherungsträger über einen D2D-Server. Dieser ist via KV-SafeNet ansprechbar, einem Virtual Private Network für die Anbindung der Leistungserbringer an die Rechenzentren der Kassenärztlichen Vereinigungen und die Nutzung verschiedener Telematik-Dienste. Als zertifizierter KV-SafeNet-Provider bedient dgnservice, Betreiberin des DGN, diese Schnittstelle.

 

Zum Verband

Die gewerblichen Berufsgenossenschaften und die Unfallversicherungsträger der öffentlichen Hand werden seit dem1. Juni 2007 von einem gemeinsamen Spitzenverband namens "Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung - DGUV" vertreten. Die Mitglieder der DGUV versichern mehr als 70 Millionen Menschen in Deutschland gegen Arbeits-, Wege- und Schulunfälle sowie Berufskrankheiten. Ihr Versicherungsschutz erfasst unter anderem alle abhängig Beschäftigten, Schüler und Studierende sowie ehrenamtlich Tätige.

 

Weitere Informationen

DALE-UV-Verfahren

DGUV (Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung - Spitzenverband)

KV-SafeNet

 

Quellen: DGUV, DGN

 

 

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