Vor 40 Jahren, am 29.Oktober 2009, startete der direkte Vorläufer des Internets, das so genannte Arpanet. Dieses war ursprünglich nur einer kleinen Zahl von Wissenschaftlern zugänglich. Heute wird das Internet von 1,7 Milliarden Menschen genutzt, rund 70 Prozent der Deutschen haben einen Onlinezugang. Das Internet erleichtert dabei nicht nur die gezielte Arztsuche, sondern ermöglicht auch die medizinische Recherche und den Austausch mit anderen über Gesundheits-Portale.
Den Grundstein für das Internet legte die US-Forschungsagentur Arpa ("Advanced Research Projects Agency"). Die Arpa sollte die Forschungsoffensive im Hochtechnologiebereich beaufsichtigen und koordinieren, mit der die amerikanische Regierung auf den russischen Satelliten Sputnik reagierte. Arpa initiierte ein Programm zur Grundlagenforschung der Computervernutzung, um Computer nicht nur als reine Rechenmaschinen, sondern auch als Kommunikationsmittel nutzen zu können. Der Plan war, Großrechner an verschiedenen Orten über ein spezielles Telefonnetz miteinander zu verbinden, um die teure Rechnerkapazität besser nutzen zu können.
Als "Übersetzer" zwischen den Rechner dienten die Interface Message Processors (IMP). Diese spezialisierten Computer verschickten die einzelnen Informationspakete zwischen den verbundenen Computern und waren somit die Vorfahren der heutigen Router.
Der erste IMP wurde im September 1969 an der Universität UCLA in Los Angeles installiert. Der zweite folgte einen Monat später am Stanford Research Institut bei San Francisco. Am 29.Oktober 1969 konnte schließlich die erste Fernverbindung zwischen beiden Rechenzentren über Telefonstandleitung und Modem hergestellt werden, auch wenn diese anfangs nicht lange hielt.
In den folgenden Jahren wuchs das Netz an, blieb jedoch auf die USA beschränkt und vergleichsweise grobmaschig. 1973 wurde mit Großbritannien und Norwegen auch Europa an das Arpanets angeschlossen. Dabei war das Netzwerk noch ausschließlich den Universitäten und Forschungseinrichtungen vorbehalten, die im Auftrag der Arpa arbeiteten.
In der Wahrnehmung der meisten Menschen ist das Internet wesentlich jünger. Erst nach der Entwicklung der Anwendung "World Wide Web" und der Eröffnung des Internets durch die National Science Foundation für kommerzielle Zwecke in den neunziger Jahren wurde es umfassender genutzt und entwickelte sich zum Massenmedium.
Mittlerweile besitzen 70 Prozent aller Deutschen einen Onlinezugang. Auch das Hochgeschwindigkeitsnetz in Deutschland entwickelt sich weiter. Nach der Breitband-Strategie der Bundesregierung sollen bis spätestens Ende 2010 flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar sein. Bis 2014 sollen bereits für 75 Prozent der Haushalte Anschlüsse in Übertragungsraten von mindestens 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen.
Quelle: www.bitkom.de