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Vernetzte Praxis - Folge 5: E-Mail-Programme für die Online-Kommunikation

Fachinformatiker Jörg Kohler erklärt Ihnen im fünften Teil der Serie, welche Programme den E-Mail-Verkehr ermöglichen und wie diese funktionieren.

Von Jörg Kohler

Die Kommunikation per E-Mail ist die schnellste und günstigste, meist auch einfachste Methode, sich schriftlich auszutauschen. Nachrichten werden online fast in Echtzeit übermittelt; Dokumente lassen sich komfortabel versenden und unter Verwendung von Verschlüsselungsmethoden vor Dritten schützen.

Der Markt hält eine Fülle von E-Mail-Clients bereit, so dass für jeden Bedarfsfall und Geschmack das passende Programm zu finden sein sollte. Allen Programmen gemein ist, dass mit ihnen E-Mails geschrieben, versandt, empfangen und archiviert werden können. Auch die Verwaltung von Newsgroups beherrschen nahezu alle Programme.

Administrative Funktionen

Professionelle - und deshalb meist auch kostenpflichtige - Produkte bieten darüber hinaus für die Organisation des Büroalltags wichtige Funktionen, wie etwa einen Kalender mit Terminverwaltung, Journaloptionen zur Dokumentation des E-Mailverkehrs und Aufgabenverwaltung. Die bekannteste Software ist "Microsoft Outlook" als Bestandteil des Office-Pakets. Der Aufbau des Programms ist für die grundlegenden Mailfunktionen intuitiv ausgelegt; die Nutzung weiterer Optionen erfordert jedoch eine erhebliche Einarbeitungszeit.

Der kleine Bruder von "Outlook" heißt "Outlook Express" und ist das am häufigsten genutzte E-Mail-Programm. Bis zur Version 6 des Internet Explorers wurde es automatisch bei jeder Windows-Installation mit aufgespielt. Mit der Einführung der Version 7.0 des Browsers und "Windows Vista" wurde es durch "Microsoft Mail" abgelöst - die Unterschiede sind jedoch marginal. Durch die einfach zu bedienende und übersichtlich gestaltete Oberfläche kann "Outlook Express" ohne lange Einarbeitungszeit genutzt werden. Ein großes Plus ist die Möglichkeit, mehrere Benutzer anzulegen, so dass verschiedene Personen das Programm unabhängig voneinander nutzen können. Jedes Benutzerkonto kann außerdem mit einem Passwort geschützt werden.

Intuitive Bedienung

Im Sog des Erfolgs von ?Mozilla Firefox? entwickelt sich ?Mozilla Thunderbird? zu einer immer beliebteren Alternative. Es zeichnet sich durch eine übersichtlich strukturierte Oberfläche aus, die eine intuitive Bedienung ermöglicht. Vielfältige Filtermöglichkeiten erleichtern die Sortierung der Nachrichten. Außerdem können mehrere hundert Add-Ons nachinstalliert werden, die mit mehr oder weniger sinnvollen Ergänzungen das Programm optisch und funktional aufwerten. Wie ?Mozilla Thunderbird? ist auch ?Pegasus Mail? Freeware: Das Programm überzeugt durch seinen Funktionsumfang und seinen durchdachten Aufbau. Wie mit ?Outlook Express? können mehrere Identitäten angelegt werden, sodass mehrere Benutzer ihre E-Mail-Adressen verwalten und durch Passwörter die Konten schützen können.

Schutz vor Viren

Über Mailprogramme werden am häufigsten Viren und Spionage-Software auf Rechner eingeschleppt. Wegen ihrer Marktführerschaft sind die Mailprogramme von Microsoft diesen Angriffen besonders ausgesetzt. Aber auch Nutzer von alternativen Mailprogrammen sind vor der Gefährdung durch Schadsoftware nicht gefeit. Verwenden Sie deshalb, wenn Sie mit E-Mail arbeiten möchten, unbedingt einen Virenscanner, den Sie durch tägliche Updates stets auf dem aktuellen Stand halten sollten. Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in einer der kommenden Folgen.

Glossar:

E-Mail-Client: Programm, mit dem der Anwender seine E-Mails aus dem Internet herunterladen und sich lokal (auf seinem Rechner) ansehen kann.

Newsgroups: bieten Interessengemeinschaften eine Plattform für den Online-Austausch zu bestimmten Themen. Sie decken nahezu alle Lebensbereiche ab: So finden sich Newsgroups für Autoliebhaber, Computerfreaks, Gärtner oder Sportler. Sie werden jedoch auch häufig für den professionellen Austausch genutzt.

Office-Paket: Das Office Paket stellt neben dem E-Mail-Client "Outlook" Programme für Textverarbeitung, Tabellenkalkulation, Datenbankverwaltung und Präsentationssoftware zur Verfügung.

Add-Ons: ergänzen Programme, indem sie nützliche Funktionen zur Verfügung stellen, die im Original nicht enthalten sind.

Viren: Computerprogramme, die unbemerkt über Browser oder Mailprogramm eingeschleust werden und Schäden an Hard- oder Software verursachen und zu Datenverlust führen können. Viren verbreiten sich durch die meist unbemerkte Aktivierung durch den Anwender selbstständig weiter.

Freeware: kostenloses Softwareprodukt, dass meist online von der Website des Herstellers bezogen werden kann

Update: Aktualisierung einer Software. Die Hersteller von Antivirenprogrammen stellen fast täglich Updates zur Verfügung, da sie auf neu aufgetauchte Schädlinge reagieren müssen.

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