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Vernetzte Praxis - Folge 1: Die Online-Anbindung - auf die richtige Planung kommt es an

Im ersten Teil unserer Computertipps-Reihe geht es um Vorüberlegungen, die den Investitionen in die Technik vorangehen sollten. Mit den bereits verfügbaren Online-Anwendungen lassen sich administrative Abläufe erheblich vereinfachen und beschleunigen. Wer zum Beispiel seine Quartalsabrechnung per Datenleitung übermittelt, erspart sich den Postweg und erhält seine Auswertung innerhalb weniger Stunden. Hinzu kommt, dass Heilberufler, die sich schon jetzt mit der modernen Kommunikationstechnik vertraut machen, bestens gerüstet sind für die neuen Anwendungen rund um die elektronische Gesundheitskarte.

Von Jörg Kohler

Um sich zu vernetzen, haben Sie die Wahl zwischen DFÜ-Zugängen über ISDN- oder analoge Modems und den um ein Vielfaches schnelleren DSL-Zugängen. Letztere sind inzwischen fast flächendeckend verfügbar. Kann an Ihrem Anschluss DSL bereitgestellt werden, sollten Sie sich aus folgenden Gründen für diese Technologie entscheiden:

  • Wenn Sie umfangreiche Datenpakete wie Röntgenbilder online versenden oder illustrierte Informationsmaterialien empfangen möchten, profitieren Sie bei DSL von wesentlich höheren Übertragungsraten. Zum Vergleich: Mit einem Analogmodem können maximal 56 Kilobit pro Sekunde, mit DSL - je nach gewünschter bzw. verfügbarer Leistungsstärke - zwischen 768 und 16.000 Kilobit pro Sekunde heruntergeladen werden.
  • DSL-Tarife werden heute fast ausschließlich ohne zeitliche Beschränkungen angeboten, DFÜ-Zugänge hingegen nach Zeit abgerechnet.
  • Die langsameren analogen Verbindungen werden die Datenmengen, die im Rahmen der neuen Telematikinfrastruktur künftig online versendet werden, kaum mehr bewältigen können.Ist die Entscheidung über die Verbindungsart gefallen, schließen sich Bestandsaufnahme und Bedarfsanalyse an: Wie viele Rechner sind vorhanden und sollen online gehen? Sind diese alle mit entsprechender Hardware wie DFÜ-Modems oder Netzwerkkarten für DSL-Zugänge ausgestattet? Muss der Online-Zugang in eine bestehende Netzwerkinfrastruktur eingebunden werden?

Bei Zugängen über DFÜ können in aller Regel die installierten Telefonanschlussdosen verwendet werden. Ist ein DSL-Zugang bei bereits bestehendem EDV-Netzwerk gewünscht, lässt sich diese Infrastruktur für den Online-Anschluss nutzen. Muss ein Netzwerk hingegen neu aufgebaut werden, sind häufig auch bauliche Maßnahmen erforderlich. Es gilt, vom DSL-Router oder -Modem, welche die DSL-Technologie zur Verfügung stellen, geeignete Kabel in den Räumen zu verlegen und dort entsprechende Anschlussdosen zu installieren. Von Funklösungen (W-LAN) möchte ich unbedingt abraten, da diese auf medizinische Geräte störend wirken und zudem abgehört werden können.

Berücksichtigen Sie bei Ihrer Planung auch, dass Sie in Zukunft mehr Rechner mit Anschluss ans Internet benötigen könnten als Ihnen derzeit erforderlich erscheint. Lassen Sie deshalb alle Räume mit Anschlussdosen ausstatten, da durch den nachträglichen Einbau ein erheblicher Aufwand und vermeidbare zusätzliche Kosten entstehen. Mit Blick auf die künftige Telematikinfrastruktur empfiehlt es sich, bei der Wahl des Anbieters schon heute darauf zu achten, ob dieser seine Leistungen auf den Gesundheitsmarkt ausrichtet - damit sich Ihre Investitionen auch langfristig auszahlen.

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