12 Millionen Deutsche machen Falschangaben im Internet, so das Ergebnis einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Forsa und des IT-Branchenverbands BITKOM. Vor allem beim Namen und Alter nehmen es die Websurfer nicht so genau.
Jeder vierte Internet-Nutzer ab 14 Jahren (23 Prozent) hat online schon einmal falsche Angaben über sich gemacht, berichtet der Bundesverband Informationswirtschaft, Telekommunikation und neue Medien e.V. (BITKOM), der die Umfrage beauftragte. Das entspreche 12 Millionen Deutschen. "Mit der Wahrheit nehmen es manche nicht allzu genau", erklärt BITKOM-Präsident Prof. Dr. August-Wilhelm Scheer das Ergebnis. "Viele Websurfer verschleiern zuweilen ihre Identität oder täuschen falsche Eigenschaften vor. Dafür gibt es teils sehr verständliche Gründe."
Besonders beliebt sei das Tricksen bei Name und Alter. Zudem gebe jeder dritte eine falsche Telefonnummer an. Auch E-Mail-Adressen, Einkommen und körperliche Eigenschaften würden gefälscht. Mehr als die Hälfte der Befragten nannte als Grund, ihnen sei es suspekt, so viele persönliche Daten preiszugeben. Fast ebenso viele (48 Prozent) versuchen, unerwünschter Werbung zu entgehen. Jeder sechste Befragte gab indes an, die eigene Identität zu verstecken, um sich online unbeschwert ausleben zu können.
Der BITKOM empfiehlt grundsätzlich einen sparsamen Umgang mit persönlichen Angaben im Internet. Bei vielen Diensten könne der Nutzer selbst bestimmen, wer seine Kontaktdaten und andere persönliche Einträge sehen darf. Das gelte vor allem für Internet-Gemeinschaften (Communitys) wie Facebook, StudiVZ, Xing und etliche andere. Bei Web-Shops und Infodiensten ließen sich die Einstellungen zu Werbung individuell ändern, doch diese Möglichkeit, den Datenschutz selbst anzupassen, werde häufig nicht genutzt.
Quelle: www.bitkom.de