Bei der Internetrecherche zu medizinischen Fachthemen nutzen 79 Prozent der Ärzte die Suchmaschine Google, und nicht etwa spezielle medizinische Suchmaschinen, Online-Ausgaben medizinischer Fachzeitschriften, medizinisch wissenschaftliche Fachportale oder die Webseiten Pharmazeutischer Unternehmen. Dies ergab eine Umfrage des Martktforschungsunternehmens TNS Healthcare unter 102 in Deutschland niedergelassenen Neurologen und Ärzten für Nervenheilkunde.
Danach rangiert bei der Internetnutzung der befragten Ärzte die Recherche zu speziellen praxisrelevanten Themen gleich hinter dem Empfangen und Schreiben von E-Mails an zweiter Stelle. Generell nutzt fast die Hälfte der Ärzte (49 Prozent) zuerst das Internet, um sich über praxisrelevante Themen zu informieren. Hierbei ist die Enzyklopädie Wikipedia bei der Internetrecherche zu fachlichen Themen von sehr großer Bedeutung für die Ärzte und genießt damit einhergehend großes Vertrauen.
In der aktuellen Studie wurde den Ärzten konkret die Aufgabe gestellt, im Internet nach Informationen zu einem noch nicht zugelassenen Medikament zur Behandlung von Multipler Sklerose zu suchen. Gefragt wurde nach dem Namen des Medikaments und des Herstellers, nach der Verabreichungsform und nach Wirkung und Nebenwirkungen.
Quelle: TNS Healthcare GmbH, 22.7.2009