Nach dem jahrelangen Aufwärtstrend geht die Zahl der Nutzer von Online-Banking erstmals leicht zurück. Das zeigt eine repräsentative ipos-Umfrage im Auftrag des Bundesverbandes deutscher Banken unter rund 1.000 deutschen Erwachsenen. Gegenüber dem Vorjahr sank der Anteil derjenigen, die per Mausklick ihre Bankgeschäfte erledigen, um zwei Prozent auf nun 35 Prozent der Gesamtbevölkerung.
Von Katja Chalupka
Der Umfrage zufolge betreibt knapp die Hälfte aller Internetnutzer Online-Banking. Dabei sind es vor allem die jüngeren Surfer, die per Datenleitung Kontoabfragen oder Überweisungen tätigen. Bei den 25- bis 29-Jährigen sind es sogar 68 Prozent, bei den 30- bis 39-Jährigen noch mehr als die Hälfte. Immerhin mehr als ein Drittel der 40- bis 59-Jährigen nutzt Online-Banking. Ab 60 Jahre sinkt der Anteil dann aber auf nur 14 Prozent.
Privatbank-Kunden haben die höchste Online-Affinität: Knapp die Hälfte von ihnen erledigt ihre Bankgeschäfte vom eigenen Schreibtisch aus oder von unterwegs. Bei den Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken liegt der Anteil jeweils bei rund einem Drittel.
Unter denjenigen, die Online-Banking betreiben, hat die Nutzungsintensität - nach einem Rückgang im vergangenen Jahr - wieder leicht zugenommen. Knapp die Hälfte der Befragten ist mehrmals pro Woche für Transaktionen online, mehr als ein Drittel mehrmals im Monat.
Das Vertrauen in die Sicherheit von Online-Banking hat unter allen Befragten gegenüber 2009 abgenommen. Der Anteil derjenigen, die dieses Banking-Verfahren für sehr sicher halten, sank um vier Prozent auf 35 Prozent. Dagegen stieg der Anteil derjenigen, die es als gar nicht sicher empfinden, von 22 auf 27 Prozent. Unter den Nutzern von Online-Banking ist das Vertrauen jedoch nach wie vor vorhanden: Acht von zehn Befragten halten es für (sehr) sicher.
Quelle: Bundesverband Deutscher Banken