Die meisten Aufgaben in der Praxisverwaltung werden mittlerweile elektronisch bewältigt. Das spart Zeit und Geld. Mehr und mehr Praxisnetze entschließen sich daher zum Anschluss an KV-SafeNet und zur sicheren Online-Abrechnung - wie das Praxisnetz Siegerland. .
Rund 20 Siegerländer Arztpraxen verfügen jetzt über eine datenschutzrechtlich gesicherte Verbindung zwischen ihrem Praxisnetzwerk und den Online-Diensten der KV Westfalen-Lippe. Verwaltungsaufgaben wie die Quartalsabrechnung und wichtige Arbeiten für die Patientenversorgung - Arztbrief, Dokumentationen - werden nun bequem elektronisch erledigt.
Verantwortlich für die technische Umsetzung des Projektes zeichnet die Düsseldorfer DGN Service GmbH. Die Herausforderung für das Düsseldorfer Systemhaus - eine 100prozentige Tochter der Deutschen Apotheker- und Ärztebank - bestand in der Vielfalt der IT-Ausstattungen im Praxisnetz Siegerland. So verfügten manche Praxen bereits über einen Internet-Anschluss, andere jedoch nicht. Soft- und Hardwarekomponenten stammten von unterschiedlichen Herstellern, die vorhandenen Internetanschlüsse von unterschiedlichen Providern. Es gab Praxisnetzwerke mit zentralem Server und Praxen mit Stand-alone-Rechnern. Einige Ärzte haben einen Heimarbeitsplatz bereits via VPN-Tunnel (Virtual Private Network, vom Internet abgeschottetes Netzwerk) mit dem Praxisnetzwerk verbunden.
In einem ersten Schritt galt es, eine Bestandsaufnahme der komplexen Situation anzufertigen. Dann musste für jede Praxis eine spezielle Lösung für die Vernetzung mit der KV gefunden werden. Jeder KV-SafeNet-Router wurde individuell konfiguriert und dabei die besondere technische Situation in der Praxis berücksichtigt. Die neue Möglichkeit, KV-SafeNet auch bei vorhandenem Internetzugang zu installieren, erleichterte die flexible Anpassung wesentlich. Voraussetzung dafür sind geeignete, zertifizierte Sicherheitsmaßnahmen.